Sehensw. — 30 Oktober 2009
Badija Kirche/Kloser auf der Insel Korcula

Badija: Kirche und Kloster

Östlich der Stadt Korcula liegt im Peljesac-Kanal ein Archipel, dessen größte Insel heute Badija genannt wird. In ihrer geschützten südlichen Bucht befindet sich ein altes Franziskanerkloster mit Kirche. Urkundlich wird Badija im 14. Jahrhundert unter der Bezeichnung ‘Scoleum Sancti Petri’, nach der Kirche, die sich hier befand, erwähnt.

Später wurde die Muttergotteskirche errichtet. Ende des 14. Jahrhunderts (1394) kamen Franziskaner aus Bosnien auf die Insel, die sie vom korculanischen Großen Rat als Besitz erhielten und hier ein Kloster bauten. Seit der Zeit hielten die Franziskaner Badija, bis der Besitz im Jahre 1950 enteignet wurde (zu militärischen Zwecken!). Später wurde sie als Sport- und Touristenzentrum genutzt.

Die große, der Himmelfahrt Mariens geweihte Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Gotik- und Renaissancestil erbaut, ein Werk korculanischer Meister. Außer dem Renaissance-Portal mit Statuen der Muttergottes und der Heiligen befindet sich an der hohen Stirnwand eine prächtige Rosette im Gotik- und Renaissancestil. Ein Dreiecksgiebel krönt den gewundenen Blätterkranz.

Das Innere ist einschiffig, hoch, mit einem Tonnengewölbe. Der große steinerne Hauptaltar im Chor ist das Werk des großen Meisters Vilim Montina aus Bassano, entstanden 1724 nach der Zeichnung von Andrija Tirali. Als Vorlage diente der Altar aus der venezianischen Kirche S. Giorgio Maggiore des Bildhauers Girolamo Campagna. In der Apsis hinter dem Altar befindet sich ein großer hölzerner Renaissance-Chor (schwer beschädigt). Die Kunstwerke der nebenstehenden Stein- und Holzaltäre im Renaissance- und Barockstil wurden 1950 in die nahe gelegenen Franziskanerklöster gebracht, sowie auch das monumentale gotische Kreuz, ein Werk des Meisters Juraj Petrovic aus dem 15. Jahrhundert, das sich heute in der Kirche der Muttergottes von den Engeln über Orebic befindet.

Für das Kreuz, das Jahrhunderte lang als wundertätig verehrt wurde, errichtete man von 1762-1769 an der Nordseite der Kirche die große Kapelle des Hl. Kreuzes und einen Marmoraltar nach den Plänen des venezianischen Bildhauers und Altarbauers Giorgio Massari.

Außen hat diese Kapelle eine festungsähnliche Form und Schießscharten unter der Traufe. Das ursprüngliche Klostergebäude wurde mehrmals umgebaut. Sein jetziges Aussehen erhielt es Anfang des 20. Jahrhunderts. Besonders eindrucksvoll ist die Einheit des großen viereckigen Kreuzgangs im Gotik- und Renaissancestil, der im Jahre 1477 fertig gestellt wurde.

Er ist von einem Gang mit Kreuzrippengewölbe umgeben und zum Mittelraum hin durch eine Arkadenreihe aus Triforien geöffnet. Die Bögen und Pfeiler tragen Blüten- und Blätterschmuck, eine detaillierte, meisterhafte Steinmetzarbeit. Dieser Kreuzgang ist einer der schönsten an der kroatischen Adriaküste.
Quelle: croatia.hr

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